MedienLÖWE 2023

Das sind die nominierten Redaktionen

Diese Auszeichnung ist für ein Medium oder eine Redaktion gedacht, die sich kontinuierlich und nachhaltig durch besonders frauenfreundliche, Frauen unterstützende und stärkende Berichterstattung auszeichnet. Die Nennung der Nominierungen erlaubt keinen Rückschluss auf die Preisvergabe, wir haben uns um alphabetische Reihung bemüht.

Die Redaktion der Zeitschrift „Welt der Frauen“. Lange Jahre von Chefredakteurin Dr. Christine Haiden und heute von ihrer Nachfolgerin Sabine Julia Kronberger geleitet, ist „Welt der Frauen“ das älteste Frauenmagazin Österreichs und deklariert an christlich-konservativen Werten orientiert. Alter und Wertehaltung hindern das Team allerdings nicht daran, auch kontroverse Themen aufzugreifen und inhaltlich wie technisch (siehe etwa den neuen publizistischen Ableger „Welt der Frauen TV“) zeitgemäß zu bleiben. Alltagsrassismus, Diversity, Femizide, mangelnde Kinderbetreuung oder erzwungene Fußballfunktionärs-Küsse – kaum ein aktuelles Frauen-Thema bleibt ausgespart, wenn die „Welt der Frauen“-Frauen frauen-bewegt über Frauen schreiben.
 
Der Bayerische Rundfunk (BR) für seine Instagram-Plattform „FrauenGeschichte“. Seit drei Jahren bespielt ein BR-Team aus 13 Autorinnen, Community Managerinnen und Redakteurinnen diesen Kanal, der inzwischen schon über 650 Frauenporträts umfasst. Vorgestellt werden Frauen, die ihre Spuren in der Weltgeschichte hinterlassen haben – aus verschiedensten Fachgebieten, mit unterschiedlichen Verdiensten. Manche prägten ihre eigene Gegenwart, andere beeinflussten eine ihnen noch ferne Zukunft. Einige schafften es in die Geschichtsbücher, andere wurden und werden übergangen. Hier kommen sie alle vor den Vorhang. Denn, so das BR-Team hinter „FrauenGeschichte“: „Oft wissen wir, welcher Frau wir etwas zu verdanken haben. Oft aber auch nicht.“ 
 
Das Team des „WELTjournal“ im ORF TV. Nein, auch im Öffentlich-Rechtlichen ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Info-Formate konsequent und kontinuierlich feministisch programmieren. Das WELTjournal tut es – inhaltlich, d. h. in der Darstellung vielfältiger weiblicher Lebensrealitäten, ebenso engagiert wie handwerklich: Expertinnen, Wissenschaftlerinnen und Politikerinnen sind in gleichem Ausmaß präsent wie ihre männlichen Pendants, Texte werden gendergerecht formuliert, Ereignisse in ihren strukturellen Bezugsrahmen verankert. Es wirkt sich eben aus, dass diese Redaktion, Jahrzehnte lang von Männern geleitet, seit 2015 mit Christa Hofmann eine weibliche Führung bekam und die journalistische Arbeit mehrheitlich von Frauen – darunter auch die renommierten ORF-Korrespondentinnen in aller Welt – geleistet wird. 

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