Journalistinnenkongress 2017

"Democracy first" - Zur Verteidigung demokratischer Werte

Pressefreiheit

 

 

Die Medien tragen Verantwortung, erst recht im „postfaktischen Zeitalter“, Pressefreiheit ist ein hohes Gut und Teil der Demokratie. In vielen Ländern der Welt werden JournalistInnen und Medien für politische Entwicklungen in Geiselhaft genommen. Entweder wird ihnen mit dem Vorwurf der Lügenpresse die Schuld an unerwünschten Entwicklungen gegeben, sie werden als Teil der „Elite“ und des „Establishments“ verunglimpft oder die Freiheit der Presse wird von den politisch Mächtigen eingeschränkt, instrumentalisiert oder verboten. JournalistInnen werden verfolgt, eingesperrt und sogar ermordet.

Bei LeserInnen und UserInnen sind einfache Antworten gefragt – die Boulevardmedien simplifizieren, um hohe Quoten zu erreichen. Aber auch dem Qualitätsjournalismus wird nicht mehr vertraut. PressesprecherInnen bieten „alternative Fakten“, politische Parteien gestalten eigene Medien mit dem unterschwelligen Hinweis, dass ohnehin nur „gelogen“ würde und nur
sie die Wahrheit gepachtet hätten. Selbst für ExpertInnen sind computergenerierte Texte oftmals kaum noch von jenen zu
unterscheiden, die von Menschen geschrieben wurden. Wird journalistisches Handwerk dadurch obsolet?

Es sind vielfältige Entwicklungen, die den Journalismus gefährden. Welche Strategien, welche Lösungen können dafür angedacht werden?